PHYSIOTHERAPIE
für Hunde und Katzen - gezielte Hilfe für mehr Beweglichkeit und Lebensqualität



Mittlerweile ist die Physiotherapie fest in der Tierwelt angekommen. Forschungsergebnisse zu Welpenentwicklung, Seniorhunden, Arthrose, Trainingsmethoden und therapeutischen Ansätzen erscheinen gefühlt monatlich neu. Diese Dynamik begeistert mich als Therapeutin – denn jede neue Erkenntnis bedeutet Fortschritt für unsere Hunde. Fort‑ und Weiterbildungen sind für mich daher selbstverständlich, und unsere Tiere profitieren heute mehr denn je davon.
Für Hundebesitzer wirkt diese Vielfalt an Informationen jedoch schnell unübersichtlich. Genau hier möchte ich Orientierung geben: verständlich erklären, einordnen, aufklären. Damit Sie sicher wissen, welche Maßnahmen sinnvoll sind – und warum.
Sie möchten Ihrem Tier wieder mehr Bewegungsfreiheit ermöglichen? Dann nehmen Sie jetzt Kontakt zu mir auf.
Was ist Tierphysiotherapie?
Die Tierphysiotherapie beschäftigt sich mit der Behandlung von Bewegungsstörungen, Funktionsverlusten und Schmerzen. Sie kommt sowohl bei bestehenden Erkrankungen als auch präventiv zum Einsatz – zum Beispiel bei sportlich geführten oder älteren Tieren.
Gesunde Bewegung entsteht durch das fein abgestimmte Zusammenspiel von Muskulatur, Gelenken, Faszien und Nervensystem. Bereits kleine Dysbalancen können Schmerzen oder langfristige Einschränkungen verursachen. Durch eine präzise Analyse der Bewegungsabläufe lassen sich solche Störungen erkennen und gezielt behandeln, sodass der Körper wieder stabil, effizient und möglichst schmerzarm arbeiten kann.
Durch manuelle Techniken, aktive und passive Übungen sowie unterstützende physikalische Maßnahmen werden unter anderem:
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Gelenkmobilität verbessert
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Muskulatur aufgebaut bzw. besser angesteuert
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Verspannungen gelöst
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Koordination und Gleichgewicht geschult
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Schonhaltungen reduziert
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Heilungsprozesse unterstützt
Dabei steht Ihr Tier immer als Individuum im Mittelpunkt. Jede Behandlung basiert auf einem gründlichen physiotherapeutischen Befund und wird exakt auf die Bedürfnisse Ihres Tieres abgestimmt.

Warum Physiotherapie? Beispiel Kreuzbandriss
Ein Kreuzbandriss wird bei Hunden fast immer operiert. Viele Tiere beginnen bereits
ab Tag 5 nach der Operation mit der Physiotherapie, um Muskulatur, Stabilität und
Beweglichkeit gezielt wieder aufzubauen. Ebenso wertvoll ist die Behandlung vor der
Operation: Der Hund geht mit besserer Muskulatur, weniger Schonhaltungen und
einem stabileren Bewegungsmuster in den Eingriff – das unterstützt eine ruhigere
und effizientere Heilung.
Nach der Operation beginnt der Körper, neues Kollagen zu bilden. Dieses Kollagen ist
in den ersten Wochen noch weich und ungeordnet. Ohne gezielte Reize entsteht
leicht Narbengewebe, das zwar stabil, aber nicht funktionell belastbar ist. Damit sich
das neue Gewebe in der richtigen Zugrichtung organisiert, braucht es frühzeitig
dosierte, kontrollierte Bewegungsimpulse. Diese Reize geben dem Körper die
Information, wie das Gewebe ausgerichtet werden soll – ein entscheidender Schritt,
damit aus Kollagen wieder belastbare Struktur entsteht und nicht nur eine starre
Narbe.
Bis ein Hund wieder stabil und voll belastbar ist, vergehen meist 3–6 Monate,
abhängig von OP Methode, Alter und individuellem Heilungsverlauf. Die‑
Physiotherapie begleitet diesen Prozess von Anfang an: Sie reduziert Schmerzen,
verbessert die Beweglichkeit und sorgt dafür, dass das neue Gewebe sich funktionell
und belastbar entwickelt. So findet der Hund Schritt für Schritt sicher zurück in
seinen Alltag.

Physiotherapie rund um Operationen
Gerade im Zusammenhang mit Operationen spielt Physiotherapie eine entscheidende Rolle – sowohl vor als auch nach dem Eingriff.
Vor der Operation
Durch gezielte Vorbereitung kann die Muskulatur stabilisiert, die Koordination verbessert und der Körper optimal auf den Eingriff eingestellt werden. Ein gut vorbereitetes Tier regeneriert häufig schneller und sicherer.
Nach der Operation
Je nach Befinden Ihres Tieres kann die physiotherapeutische Behandlung oft schon kurz nach der OP beginnen – immer in Absprache mit der Tierarztpraxis. Mögliche Maßnahmen sind unter anderem:
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sanfte Mobilisation
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Lymphdrainage
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unterstützende Schmerztherapie z.B. mit der Lasertherapie
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Wund- und Narbenbehandlung
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Massage überlasteter Muskelgruppen
Ziel ist es, Heilungsprozesse zu unterstützen, Schonhaltungen zu vermeiden und die Funktion unter Berücksichtigung der Heilungsphasen bestmöglich wiederherzustellen, um Sekundärerkrankungen vorzubeugen.
Dabei gilt: Nicht immer lässt sich die ursprüngliche Bewegungsqualität vollständig erreichen.
Schmerz erkennen – Lebensfreude braucht Bewegung
Schmerzen beeinflussen nicht nur die Beweglichkeit, sondern auch Verhalten, Ausdruck und Wohlbefinden. Viele Hunde ziehen sich zurück, werden ruhiger oder bewegen sich weniger – oft schleichend und lange unbemerkt.
Wenn Schmerzen über längere Zeit bestehen oder immer wieder auftreten, kann sich ein Schmerzgedächtnis entwickeln. Das Nervensystem speichert die Reize, sodass Schmerzen bestehen bleiben können, selbst wenn die ursprüngliche Ursache bereits abgeheilt ist.
Mit gezielten physiotherapeutischen Maßnahmen lässt sich die Schmerzwahrnehmung positiv beeinflussen und die Bewegungsfreude wieder steigern. Bei regelmäßiger Behandlung können häufig:
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Schmerzmittel reduziert werden
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die Belastbarkeit verbessert werden
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Alltag und Lebensqualität deutlich erleichtert werden
Schmerzfreiheit bedeutet Lebensqualität – in jedem Alter.

Meine therapeutischen Leistungen
Alle Therapieformen werden individuell nach Diagnose ausgewählt und sinnvoll je nach Krankheitsbild miteinander kombiniert.
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Manuelle Therapie (MT)
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Zur Behandlung von Funktionsstörungen von Gelenken, Muskeln und Nerven.
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Gelenktechniken
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Weichteiltechniken
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Manuelle Lymphdrainage
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Dorntherapie
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Klassische Massagen
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Bindegewebsmassage nach Szperling
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Neurodynamik
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Narbenbehandlung
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Osteopathie
Faszientherapie
Faszien bilden ein durchgehendes Netzwerk, das Muskeln, Organe
und Bandstrukturen verbindet. Überlastung, Verletzungen oder
Bewegungsmangel können zu Spannungen, Verklebungen und
Bewegungseinschränkungen führen. Die Faszientherapie verbessert
die Gleitfähigkeit der Gewebe und unterstützt eine freie,
ökonomische Bewegung.
Physikalische Therapien
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Therapeutischer Ultraschall
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Lasertherapie
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Elektrotherapie
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BEMER Gefäßtherapie (Förderung der Mikrozirkulation)‑
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Thermotherapie (Wärme/Kälte)
Osteopathie
Eine ganzheitliche, rein manuelle Methode, die Beweglichkeit,
Gewebespannung und funktionelle Zusammenhänge im Körper
verbessert und die Selbstregulation unterstützt.
Blutegeltherapie
(nach tierärztlichem Rezept) Unterstützend bei Entzündungen,
Schwellungen und schmerzhaften Prozessen.
Bewegungstherapie und funktionelles Training
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PROM – passive Mobilisation zur Schmerzlinderung und Förderung funktioneller
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Kollagensynthese
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ROM Übungen‑ – Wiederherstellung physiologischer Gelenkbeweglichkeit
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Propriozeption – Verbesserung von Tiefensensibilität und neuromuskulärer Kontrolle
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Koordination – Schulung von Bewegungsqualität und strukturellem Zusammenspiel
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Balance – Förderung von Gleichgewicht, Rumpfstabilität und sicherer Belastung
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Gangschulung – Aufbau eines physiologischen, ökonomischen Gangbildes nach
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Verletzung oder OP
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Aktive therapeutische Übungen – gezielter Kraft und Stabilitätsaufbau‑
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Laufbandtherapie – kontrollierte, gleichmäßige Bewegungsabläufe für ein funktionelles
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Gangbild
Gemeinsam finden wir die passende Therapie für Ihr Tier.

Anwendungsgebiete der Tierphysiotherapie
Die Tierphysiotherapie kann unter anderem unterstützen bei:
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Degenerative Gelenkerkrankungen (Arthrose)
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Muskelverspannungen, Muskelatrophien
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Kreuzbandriss, Prä und Post OP (nach TPLO, TTA, Bandersatz)
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Patellaluxation Grad 1 bis 4
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Frakturen
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Neurologische Erkrankungen z.B. Bandscheibenvorfall mit gravierenden neurologischen Beeinträchtigungen, Wobbler Syndrom, Cauda-Equina-Syndrom (CES)
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Hüft- und Ellenbogendysplasie
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Spondylose und Spondylarthrose
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Übergewicht
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Fehlstellungen
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Narben, Ödemen und Wundheilungsstörungen
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Seniorhunde mit altersbedingten Einschränkungen
Auch junge Hunde profitieren von einer frühzeitigen physiotherapeutischen Begleitung: Sie lernen ein gesundes Bewegungsmuster, vermeiden
Fehlbelastungen und entwickeln eine stabile Grundlage für ein aktives Leben. Besonders wichtig ist die Phase zwischen dem 6. und 8. Lebensmonat, da
hier Wachstumsschübe, hormonelle Veränderungen und erste Belastungsspitzen zusammenfallen.
Regelmäßige physiotherapeutische Checks helfen zudem, Dysbalancen frühzeitig zu erkennen und langfristig gegenzusteuern.





















































